Angekommen in einem interessanten Beruf mit vielen Möglichkeiten zur Weiterentwicklung

Examensfeier an der Gesundheitsakademie Bergstraße

Angekommen in einem interessanten Beruf mit vielen Möglichkeiten zur Weiterentwicklung

Erfolgreiche Absolventen der Gesundheitsakademie Bergstraße feiern Abschluss als examinierte
Gesundheits- und Krankenpfleger
KREIS BERGSTRASSE | September 2019 |

Großer Bahnhof für 16 junge Frauen und Männer: Mit Erfolg haben sie an der Gesundheitsakademie Bergstraße (GAB) die Prüfungen zu examinierten Gesundheits- und Krankenpflegerinnen sowie Gesundheits- und Krankenpflegern absolviert, in diesen Tagen konnten sie ihre Urkunden und Glückwünsche entgegennehmen. Ein großes Fest mit ernsten und humorvollen Tönen. Ein Moment zum Innehalten, zur Rückschau und zur Standortbestimmung.
Zur Feststunde war in das Audimax der Karl-Kübel-Schule Bensheim, auf deren Campus die vom Kreiskrankenhaus Bergstraße Heppenheim, der Vitos-Klinik Heppenheim und dem Heilig-Geist-Hospital Bensheim getragene Gesundheitsakademie ihren Sitz hat, geladen worden. Familienangehörige, Freude und Kollegen aus den Trägerkrankenhäuser waren dabei, musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von der Musikschule Bensheim.
Ein Wort, das an diesem Nachmittag immer wieder zu hören gewesen ist, war „stolz“. Die jungen Leute, das die Botschaft, haben allen Grund, stolz auf sich und ihre Leistungen zu sein. Drei interessante wie fordernde Ausbildungsjahre liegen hinter ihnen, ebenso Prüfungstage, die viel abverlangt haben. Fachliches Können und Wissen in der direkten Arbeit am Patienten und im Hintergrund auf Station war gefragt, ebenso Sozialkompetenz und Sicherheit auf rechtlichem Terrain.
Es ist ein enormes Pensum, breitangelegt und weit in die Tiefe gehend, das in der Ausbildung geschult wird, in der Theorie an der Akademie und in der Praxis auf Stationen der Trägerkrankenhäuser. Ausgestattet mit solcherlei Wissen und Können starten die examinierten Gesundheits- und Krankenpfleger in ein Arbeitsleben, in dem ihnen viel Eigenverantwortung zukommt und in dem unzählige Türen offen-stehen, nicht zuletzt durch vielfältige Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten und damit Chancen zur Spezialisierung – in Krankenhäusern wie auch außerhalb von Kliniken.
Gewürdigt wurde das von den Absolventen Erreichte vom Geschäftsführer des Kreiskrankenhause Bergstraße, Daniel Frische, sowie vom Pflegedienstleiter des Hauses, Rayk Oemus. Frische verglich den Weg zum Examen mit dem anstrengenden Weg einer Bergwanderung hinauf zu einem Gipfel. An die Adresse der Absolventen sagte er: „Respekt, das haben Sie gut gemacht.“ Ein Glückwunsch, dem sich Oemus anschloss. Seitens der Gesundheitsakademie waren es die Leiterin der Einrichtung, Gudrun Statz, und Kursleiterin Stephanie Hildenbeutel-Harter, die Bilanz zogen. Dass Hildenbeutel-Harter in der Rolle einer temperamentvollen Raumpflegerin auf die Bühne des Audimax kam und die zurückliegenden Jahre mit Augenzwinkern aus der Perspektive einer Beobachterin kommentiere, fand viel Beifall. Letztlich gilt: Die Akademieabsolventen haben sich nicht nur fachlich, sondern auch menschlich entwickelt, Teamgeist ist erwacht. Das hat sich nicht zuletzt kurz vor dem Examen gezeigt, als die jungen Leute am Kreiskrankenaus in eigener Verantwortung eine Schülerstation betrieben haben. Ein Konzept, das viel Aufmerksamkeit findet. Die Auszubildenden führen hier eine Station in Eigenregie – examinierte Pflegekräfte, darunter Praxisanleiter, und Lehrer stehen im Hintergrund. Nunmehr sind die Absolventen im Arbeitsalltag gefragt – und das in einem Beruf, in dem es ohne Fachkräfte nicht geht. Das Examen war ein erster Meilenstein auf dem Berufsweg, und in der Rückschau auf die Ausbildungszeit gestanden die jungen Gesundheits- und Krankenpfleger ein, nicht nur fachlich viel mit auf diesen Weg be-kommen zu haben, sondern auch „viel über uns selbst und viel über das Miteinander“ gelernt zu haben.